Noch 4 Tage

Wie es aussieht, wird das Wetter immer besser und auch wärmer für die nächste Woche in Dänemark. Nur die Nächte werden eher frisch. Hauptsache es bleibt einigermaßen trocken.

Unsere Tour führt rund um den Ringkøbing Fjord und es sind noch einige extra Etappen enthalten.

Feierabend

Das Lager ist bereitet und das Essen gegessen.

Der Platz liegt total ruhig und die Aussicht stimmt auch. Leider gab es hier kein Brennholz. Das haben wir uns bei den Wikingern nebenan besorgt. Die angesagte Stelle mit fließendem Wasser haber wir auch vergebens gesucht.

Der Tag war lang und wir freuen uns jetzt auf die erste Nacht in unserem Shelter.

Erste Etappe

15.07.2019

Nach einer sehr frischen ersten Nacht in Bork Vikingehavn, haben Yanes und ich uns alleine auf den Weg nach Stauning Havn gemacht. Die Route führte zum größten Teil direkt am Fjord entlang. Es war bis Stauning bedeckt und etwas windig. Ein Highlight auf der Strecke waren die Seilzugfähren.

Ringkøbing

17.07.2019

Auf Grund mangelnder Stromversorgung konnten wir leider kaum Fotos machen, was sehr schade ist, denn Ringkøbing ist eine wunderschöne kleine und alte Stadt.

Wir haben uns beim Food Festival Fish and ships gegönnt, so das wir mal nicht kochen mussten. Der Strand ist für die Fjordseite auch schön. Vor allen Dingen konnte man hier auch mal richtig ans Wasser, was am Fjord nicht überall so gut wie hier möglich war.

Dritte Etappe

18.07.2019

Heute sind wir weiter nach Alrum Strand. Das liegt am Stadil Fjord. Der Shelterplatz liegt total idyllisch fast direkt am Wasser. Hier werden wir aber trotzdem nur eine Nacht verbringen, weil das Wetter schlechter werden soll und wir keine Lust haben völlig durchnässt nach Lyngvig zuradeln. Bleibt zuhoffen, dass wir noch einen freien Shelter bekommen.

Vierte Etappe

19.07.2019

Die Tour nach Lyngvig war bisher die schönste. Wir haben uns immer mehr der Nordsee genähert und die Landschaft hat sich dem auch immer mehr angepasst.

Vom Stadil Fjord über die Heide bis hin zu der beeindruckenden Dünenlandschaft an der Westküste Dänemarks.

Unseren ersten Halt haben wir Kryle gemacht. Hier wollte Yanes etwas über die deutsche Vergangenheit kennen lernen. Die Überbleibsel der deutschen Besatzung kann man hier auf über einem Kilometer beeindruckend erleben. Hier reihen sich Bunker an Bunker.

Weiter gehts auf dem Radweg 1 an der Küste entlang Richtung Sünden nach Lyngvig. Die Dünenlandschaft ist echt beeindruckend und wir haben super Wetter.

Campingplatz Lyngvig

19.07.2019

Leider haben wir heute an dem Shelterplatz in Lyngvig keinen freien Shelter bekommen. Hmm, dass ist doof. Plan B, ein Campingplatz muss her. Und der ist auch nicht weit. Ein echt toller Dünen Campingplatz mit freier Platz Wahl. Zum Glück haben wir doch noch das Zelt eingepackt.

Nach dem wir unser Zelt in einer ruhigen Düne aufgebaut haben, konnten wir den Rest des Tages an den Strand. Nach einem anstrengenden Tag kommt eine frühe Nacht. Leider hat es in dieser, wie vorhergesagt, angefangen zu regnen.

Morgens haben wir uns dann noch auf dm Campingplatz ausgiebig geduscht. Als der Regen nachgelassen hat haben wir uns von hier aus auf den Weg zum Lyngvig Fyr, dem Leuchtturm von Lyngvig gemacht.

Lyngvig Fyr

20.07.2019

Endlich wieder Strom zum nachladen, jetzt können wir weiter schreiben.

Zum Glück hat es nach dem Duschen nicht wieder angefangen zu regnen. So können wir uns trockenen Fußes auf den Weg zum Lyngvig Fyr machen. Der Leuchtturm liegt nur eine Viertelstunde Fußmarsch vom Campingplatz entfernt. Die Aussicht von dem Leuchtturm zeigt beeindruckend, wie die schmale Landzunge den Ringkøbing Fjord von der Nordsee trennt.

Auf dem Rückweg zum Campingplatz hat es leider wieder angefangen zu schütten. In einer sehr kurzen Regenpause haben wir unsere Sachen gepackt und sind dann im strömenden Regen zu unserem Shelterplatz gefahren. Zum Glück war der nur 2 Kilometer entfernt. Das war trotzdem weit genug um fällig nass dort anzukommen.

Lyngvig Shelterplatz

20.07.2019

Der Platz liegt eigentlich ganz schön, wenn auch das Wetter nicht schön ist. Wir sind hier bei strömendem Regen angekommen und haben uns erstmal zwei freie Shelter geschnappt um uns und alle Klamotten trocken zu legen. Nachbarn haben wir auch wieder. Zwei Italiener, ein Vater mit seiner Tochter. Zum Abend ist die Sonnen noch mal durch die Wolken und hat uns gut aufgewärmt. Später kamen noch zwei schwedische Wikinger und haben das dritte Shelter für sich eingenommen um auch sich trocken zu legen.

Abstecher nach Hvide Sande

21.07.2019

Es ist wieder kein Strand Wetter. Es ist bedeckt und kalt. Unsere italienischen Nachbarn machen sich auf den Weg gen Norden. Und die beiden Wikinger Richtung Süden. Damit mit uns nicht die Decke auf den Kopf fällt, fahren wir heute mal nach Hvide Sande. Aber irgendwie hat uns das Städtchen beim dem Wetter überhaupt nicht gefallen. Nur Touris, voll und grau. Irgendwie nicht unsere Stadt. Also wieder zurück nach Lyngvig zu unserem Shelter. Zum Abend hin klärt es wieder auf und die Sonne schaut wieder durch die Wolken. Neue Nachbarn kamen auch. Erst drei Jungs aus Deutschland und Italien. Dann noch ein Pärchen. Die Wettervorhersage sagt leider nichts gutes für die Nacht und den nächsten Tag voraus. In der Nacht hat es dann auch schon ordentlich angefangen zu schütten.

Und es regnet immer noch

22.07.2019

Stellt euch mal vor, Ihr seit zu viert auf 8qm eingesperrt. Dazu kommt noch, dass man auf diesen 8qm nicht mal grade stehen kann. So geht es uns heute. Es schüttet wie aus Eimern. Selbst auf den 20m zum Klo wird man pitschnass.

Erst gegen späten Nachmittag hört es auf zu regnen. Das war echt eine Herausforderung für uns alle. Aber dafür können wir jetzt, bis auf Bennet, alle Rommé spielen. Wir beschließen, heute nicht mehr den Platz zu wechseln. Heute wäre eigentlich der Shelterplatz in Hvide Sande dran. Aber da sich uns die Stadt gestern ja nicht von ihrer schönsten Seite gezeigt hat, zieht uns da heute noch nichts hin.

Am frühen Abend kommt noch ein Pärchen aus Hamburg, dass 50km durch diesen Regen geradel ist, auf den Shelterplatz. Zum Abend hin wurde das Wetter wieder sonnig und der Platz hat sich sogar noch mit einigen Zelten gefüllt. Und mit den Sonnenstrahlen kam dann endlich auch unsere eigentliche gute Laune wieder.

Unsere kürzeste Etappe

23.07.2019

Nur ca. 7km sind es von Lyngvig nach Hvide Sande. Der Shelterplatz liegt in der Nähe des Fischereihafens und hat eine echt schöne Aussicht auf den Fjord. Wir sind so früh dran, auf dem Platz ist noch nichts los. Wir packen unsere Sachen in den Shelter und machen uns bei bestem Wetter auf den Weg zum Strand. Bennet und Yanes sind so froh endlich viel Zeit am Meer zu haben. Und der Strand hier ist echt schön. Es sind zwar viel Leute am Strand, aber der Strand ist so riesig, da findet jeder seinen Platz.

Nach unserem entspannten Strand Tag sind wir noch nach Hvide Sande zum Eis essen. Heute, bei dem Wetter und nach dem Tag, kommt uns Hvide Sande überhaupt nicht mehr so grau und unfreundlich vor. Es ist zwar nicht die schönste Stadt auf unserer Reise, aber alle mal einen Besuch wert.

Am frühen Abend sind wir wieder der zurück zu unserem Shelterplatz. Wir können es kaum glauben wie voll es hier geworden ist. Nicht nur das die anderen Shelter auch belegt sind, es sind auch zahlreiche Zelte dazu gekommen. Bis zum späten Abend waren es 14 Zelte. Das heben wir so auf den anderen Plätzen noch nicht erlebt. Aber es war echt schön, friedlich und Multikulti.

Auf nach Bjerregård Havn

24.07.2019

Heute sind wir wieder relativ früh von Hvide Sande Richtung Bjerregård Havn weiter gefahren. Ich bin so froh, dass ich mich trotz meiner Kopfschmerzen hab überreden lassen, die für das Fahren mit Hänger anstrengendste aber mit Abstand schönste Strecke unserer Tour zu fahren. Es war dünig, sandig und hügelig und total schön. Ich musste einige Male das Fahrrad mit Mühe schieben, weil die Strecke durch die vergangenen Regentage zum Teil stark versandet war. Aber das war es wirklich wert.

Wir sind kurz vor Mittag an unserem Shelterplatz angekommen. Auch dieser Platz hat wieder direkten Zugang zum Fjord. Er hat sogar einen kleinen Strand. Wir packen wieder all unsere Sachen in unseren Shelter und machen uns auf den Weg zum ca. 2km entfernten Nordseestrand. Dieser Strandabschnitt ist auch wieder überschaubar besucht. Bennet hat endlich all seine Ängste vor dem Wasser verloren. Ist heute aber auch kein Wunder. Die Nordsee liegt ruhig wie ein Spiegel da. Leider sind unsere Akkus leer, deswegen gibt es heute vom Strand keine Fotos.

Am späten Nachmittag sind wir wieder Richtung Shelterplatz. Ich bin noch zum Einkaufen nach Bjerregård rein gefahren. Auch heute sind wieder alle Shelter belegt. Es sind auch endlich mal, sehr zur Freude von Bennet, Kinder dabei und es wurde ein geselliger und gemütlicher Lagerfeuerabend.